Tote Hose

Keine Lust mehr auf Sex? Das steckt dahinter

Wenn die Lust auf Sex vergeht, kann das viele Gründe haben. Hier kommen sechs mögliche psychische Ursachen für den Libidoverlust.

Egal ob du selbst keine Lust mehr verspürst oder bei deinem Partner das Verlangen nach Sex nachlässt – ihr könnt die Flaute im Bett überwinden. Denn oft steckt kein körperliches Problem hinter der Unlust, sondern eher mentaler Stress. An erster Stelle solltest du also versuchen, den möglichen Ursachen für die Lustlosigkeit auf den Grund zu gehen. Wir haben die häufigsten Lustkiller im Kopf mal unter die Lupe genommen.

Stress

Stress jeglicher Art ist Gift für das Verlangen nach Sex. Da die Lust im Kopf beginnt, wo Hormone produziert werden, blockieren negative Gedanken das Verlangen. Wenn dir allerdings ständig nur Negatives im Kopf herumschwirrt, fällt es schwer, sich auf Sex zu konzentrieren. Solange die Unlust keine körperlichen Ursachen hat, musst du dir keine Sorgen machen. Abschalten kann man schließlich lernen. Entspannungsübungen & Co. können dabei helfen. Achte außerdem auf ausreichend Schlaf. Wenn dich die Sorgen allerdings nicht loslassen, solltest du professionelle Hilfe in Erwägung ziehen.

Mangelndes Selbstbewusstsein

Vielleicht fühlst du dich nicht mehr wohl in deinem Körper, weil du ein paar Kilos zugenommen hast? Oder du hast Zweifel, ob dich dein Partner im Bett „gut genug“ findet? Wenn du unzufrieden mit dir selbst bist, kann das ebenfalls ein Auslöser für Unlust sein. Selbstzweifel sorgen für Distanz und stehen der Intimität im Weg. Also: Steh zu dir selbst und mach dich nicht selber runter. Denn deine Komplexe sind sicher unbegründet. Allerdings solltest du dich körperlich fit halten und auf deine Ernährung achten. Auch Krankheiten wie Diabetes oder ein zu hoher Cholesterinspiegel sind nämlich Gift für die Libido. Versuche auf keinen Fall, durch Alkohol und andere Rauschmittel dein Selbstbewusstsein zu steigern. Denn Drogen sorgen im wahrsten Sinne des Wortes für eine „tote Hose“. Auch wenn das erste Gläschen noch enthemmt, macht das zweite oft schon müde und das Lustempfinden geht zurück.

Ungeklärte Konflikte

Ein Streit, der nicht geklärt wurde oder unausgesprochene Wünsche können der Lust im Wege stehen. Ungeklärte Konflikte wirken sich negativ auf dein sexuelles Verlagen aus. Insbesondere Untreue ist ein Lustkiller in der Beziehung. Schon bevor der Betrug ans Licht kommt, hat das oft negative Konsequenzen im Bett. Der eine hängt mit den Gedanken an seiner Affäre, der andere merkt vielleicht unbewusst, dass etwas nicht stimmt. Oft führt Untreue zu Distanz – auch in der Kiste.

Depressionen

Du fühlst dich niedergeschlagen, antriebslos und hast keinen Bock mehr auf Sex? Dann könnte eine Depression dahinter stecken. Die psychische Erkrankung führt nachgewiesenermaßen zu einer eingeschlafenen Libido. Solltest du depressiv sein, spreche mit einem Arzt darüber. Denn Lust entsteht im Kopf. Das verminderte Verlangen nach Sex kannst du durch eine Therapie wieder in den Griff bekommen.

(Erfahre hier: Bin ich depressiv?)

Keine Gefühle mehr

Manchmal ist es einfach vorbei. Die anfängliche Leidenschaft ist dahin und will einfach nicht wieder aufflammen. Kein Wunder, dass dann die Lust auf den Partner fehlt. Wenn du den anderen nicht aufgeben willst, könnt ihr es mit einer Paarberatung probieren. Manchmal hilft aber leider nur noch, einen Schlussstrich zu ziehen.

Schlimme Erfahrungen

Ein peinliches Erlebnis im Bett oder noch viel schlimmere Dinge wie sexuelle Übergriffe, blockieren verständlicherweise die Lust auf Geschlechtsverkehr. Betroffene distanzieren sich häufig, weil sie Angst haben, dass sich ähnliches wiederholen könnte. Professionelle Hilfe ist hier besonders wichtig, um die negative Verknüpfung mit der eigentlich schönsten Nebensache der Welt wieder in den Griff zu bekommen.

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