Abhängigkeit

Alkohol & Co.: Ab wann ist man süchtig?

Hier und da eine Kippe, ab und zu mal ein Drink… Süchte beginnen meist schleichend und werden oft erst spät erkannt. Welche Anzeichen und Symptome auf eine Sucht hindeuten.

Eine Abhängigkeit ist nicht leicht zu erkennen. Suchterkrankte neigen dazu, ihr Problem zu vertuschen oder wollen es sich nicht eingestehen. Da zudem der Übergang vom gefährlichen Konsum bis zur Abhängigkeit oft fließend ist, ist der Beginn nicht leicht zu definieren. Manche der Betroffenen fallen durch eine veränderte Persönlichkeit auf, leiden an Stimmungsschwankungen und kommen mit den Anforderungen auf der Arbeit nicht mehr klar. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) nennt insgesamt sechs Anzeichen, die auf eine Sucht hinweisen – und zwar unabhängig davon, ob es sich um Verhaltenssüchte oder eine Substanz-Abhängigkeit handelt. Bei jedem einzelnen Punkt sollten bereits die Alarmglocken schrillen. Wenn drei der Anzeichen im zurückliegenden Jahr zutreffen, spricht man in der Regel von einer Sucht.

Starkes Verlangen

Suchtkranke bemerken einen starken Wunsch und/oder den Zwang, die Substanz zu konsumieren oder ein bestimmtes Verhalten immer wieder auszuführen. Die psychische Abhängigkeit kann bereits auftreten, wenn sie noch nicht körperlich abhängig sind.

Toleranzentwicklung

Bei einer Suchterkrankung baut der Körper eine Toleranz auf. Da der Konsument eine Droge regelmäßig zu sich nimmt, gewöhnt sich der Körper an die Substanz. Bei Betroffenen steigt demnach das Verlangen nach immer größeren Mengen, denn nur mit höheren Dosen können sie die gleiche Wirkung erzielen. Wie schnell eine Droge eine Toleranz bewirkt, ist abhängig von der Droge selbst, aber auch individuelle Faktoren spielen eine Rolle.

Kontrollverlust

Betroffene verlieren die Kontrolle über den Konsum: Sie haben den Beginn, die Menge oder die Beendigung der Einnahme nicht mehr im Griff.

Körperliche Entzugssymptome

Bleibt der Konsum aus, macht sich das durch körperliche Entzugserscheinungen bemerkbar: Suchtkranke fangen an zu Schwitzen, Frieren, Zittern, haben Gliederschmerzen, Schlafstörungen, Halluzinationen, Krampfanfälle oder erleiden sogar einen Kreislaufzusammenbruch. Bei Verhaltenssüchten werden die Betroffenen häufig nervös und aggressiv.

Sozialer Rückzug

Ist man süchtig, erhöht sich der Zeitaufwand, um die Substanz zu beschaffen oder sich von den Folgen des Konsums zu erholen. Eigene Interessen wie Hobbies, Freunde oder der Beruf werden vernachlässigt. Da Betroffene sich nach dem Konsum oft schuldig fühlen, verheimlichen oder leugnen sie ihr Problem.

Konsum trotz Folgeschäden

Ein suchtkranker Mensch kommt auch dann nicht von der Droge weg, wenn die Sucht ihm bereits gesundheitlich oder sozial schwer geschadet hat.

Du bist an einer Sucht erkrankt? Hier findest du Hilfe:

Bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung findest du ein Verzeichnis von Suchtberatungsstellen.

https://www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme/

Quellen:

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. https://www.medikamente-und-sucht.de/behandler-und-berater/medikamentensicherheit/missbrauch-und-abhaengigkeit/abhaengigkeit-diagnosekriterien.html#:~:text=Abh%C3%A4ngigkeit%3A%20Diagnosekriterien%20gem%C3%A4%C3%9F%20ICD%2D10&text=%22St%C3%B6rungen%20durch%20Opiate%22%20(F11,f%C3%BCr%20amphetamin%2D%20und%20koffeinhaltige%20Pr%C3%A4parate (Stand: 1.11.20)

https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/suchterkrankung-stoffgebunden/anzeichen/ (Stand: 1.11.20)

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